Lesung trifft Kneipenflair: Am 22.09. um 20 Uhr wird das Düsseldorfer Billard-Forum zur Bühne für urbane Literatur – direkt, edgy, mal mit Alt, aber nie altbacken. Das Literaturbüro NRW lädt zu einem Abend ein, der mehr Worringer Platz als Königsallee ist.
Auf dem Deckel der frischgezapften Gegenwartsliteratur stehen diesmal Ulrike Sterblich und Michel Decar.
Wir besprechen, wie Literatur von Alltag und Realität erzählen kann, die genau aus dieser Mitte kommt. Spielt Klasse noch eine Rolle in der Literatur? Ist Rausch politisch? Was haben "harte Arbeit" und Literatur gemein?
Lesung und Gespräch im Late-Night-Flair, statt Feuilleton-Sprech. Jeder zahlt die eigene Zeche, aber der Abend ist für Alle. Moderation von Meral Ziegler (Literaturbüro NRW) und Bernard Hoffmeister.
Ulrike Sterblich, Politologin und Autorin aus Berlin, lebt weiterhin in ihrer Heimatstadt, wo sie auch als Gastgeberin der Talk- und Lesebühne «Berlin Bunny Lectures» bekannt wurde. 2012 erschien ihr erfolgreiches Mauerstadt-Memoir «Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt», über das Wolfgang Herrndorf urteilte: «Zarter, liebevoller, staunender wurde selten eine Jugend, eine Stadt und beider Verschwinden beschrieben.» 2021 veröffentlichte Ulrike Sterblich ihr Romandebüt «The German Girl», ihr zweiter Roman «Drifter» stand 2023 auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis.
Michel Decar, geboren 1987 in Augsburg, ist Autor und Regisseur. Er schrieb die Romane Tausend deutsche Diskotheken (2018), Die Kobra von Kreuzberg (2021) und Kapitulation (2023), zahlreiche Hörspiele für Deutschlandfunk Kultur sowie Theaterstücke für das Schauspiel Frankfurt, das Residenztheater München und das Thalia Theater Hamburg. Seine Werke sind mehrfach ausgezeichnet u.a. mit dem Kleist-Förderpreis, sowie Bayern2-Wortspiele-Preis. Zuletzt erschien 2024 das Langgedicht Ich kam in Gestalt eines Elefanten im MÄRZ-Verlag. (Quelle: Literaturbüro NRW)