Das Duo Kelly Thoma & Mayu Shviro präsentiert auf Cello und Lyra zeitgenössische modale Musik, die auf Kompositionen von Kelly Thoma basiert. Die beiden Musikerinnen lernten sich 2016 im Labyrinth Musical Workshop auf Kreta kennen und bilden seither ein außergewöhnliches musikalisches Duo.
Ihr Programm vereint zeitgenössische modale Kompositionen von Kelly Thoma – Musik, die in verschiedensten Musiktraditionen der Welt wurzelt, aber frei von jeder musealen Bewahrungshaltung ist. Improvisation, Energie und ein kreativer Umgang mit alten Klängen stehen dabei im Mittelpunkt.
Geprägt wurde dieser Ansatz von Ross Daly, der den Begriff „zeitgenössische modale Musik“ etablierte. Im Unterschied zur westlichen Musik (z. B. Klassik oder Pop), die stark von Akkorden und Harmoniewechseln geprägt ist, konzentriert sich modale Musik auf Melodiebögen statt auf Harmonie, auf Tonleitern mit besonderem Charakter, auf feine Nuancen zwischen den Tönen und auf Improvisation. Man findet modale Traditionen in vielen Kulturen, z.B. bei arabischem
Maqamat, türkischer Makam-Musik, indischen Ragas oder mediterraner Volksmusik. In der zeitgenössischen modalen Musik werden diese Ideen kreativ weiterentwickelt – ohne den Anspruch, Traditionen nachzubauen.
Kelly Thoma
gehört seit vielen Jahren zu den prägenden Stimmen dieser Szene. Die 1978 in Piräus geborene Musikerin studierte seit 1995 Lyra bei Ross Daly, tourte bald darauf weltweit mit dessen Ensemble „Labyrinth“ und entwickelte dabei ihren unverwechselbaren Stil. Auftritte in der Carnegie Hall, im Theatre de la Ville oder beim tff Rudolstadt zeugen von ihrer internationalen Bedeutung. Drei Alben mit eigenen Kompositionen dokumentieren ihre kreative Handschrift.
Mayu Shviro, in Jerusalem als Tochter japanisch-irakischer Eltern geboren und klassisch ausgebildet, entdeckte mit 18 Jahren die modale Musik und begann eine intensive Reise durch arabische, türkische und aserbaidschanische Traditionen. Unterricht bei renommierten Meistern, zahlreiche Kollaborationen mit Künstlern wie Shai Maestro oder Dudu Tassa sowie ihr Debütalbum „Der alte Mann und das Meer“ (2024) zeigen ihre außergewöhnliche künstlerische Bandbreite. (Quelle: Globalklang)