Vier Open Air-Konzerte am Musikpavillon zwischen Schauspielhaus und Schloss Jägerhof. Seit 1978 gibt es die Traditionsreihe und der Name ist auch im 49. Jahr des bis weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Formats Programm:
Die Bandauswahl lebt erneut von der spannenden Abwechslung zwischen zeitgenössischem Jazz und musikalischen Ausflügen in spannende Musikkulturen.
Hraybery:
Hraybery erweckt die vergessene Musik einer vergangenen Epoche zu neuem Leben: Tanzmusik aus der Zeit vor rund 200 Jahren.
Es sind Melodien, die einst im Grenzland zwischen Polen und der Ukraine erklangen – in Galizien, an den kulturellen Kreuzwegen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Diese Musik blühte in den Gasthäusern der Dörfer, Städte und Schtetlach auf, wo sich Ruthenen und Ukrainer, Polen, Juden, umherziehende Roma und Händler aus fernen Ländern begegneten. In dieser bunten Mischung aus Sprachen, Dialekten und Kulturen entstand etwas Einzigartiges: eine Musik, die von Musikerinnen und Musikern unterschiedlichster Herkunft – oft gemeinsam in gemischten Ensembles – gespielt wurde. Dieses multikulturelle Miteinander prägte den unverwechselbaren Charakter der Musik aus Regionen wie Sanok, Przemyśl, Tomaszów, Sambor und Drohobytsch.
Das Repertoire von Hraybery umfasst vor allem Tanzstücke: Kossaken, Kolomyjkas, Mazurkas, Polkas und Tsiurylos. Die Instrumente des Ensembles sind in diesen Gebieten seit dem späten 16. Jahrhundert verbreitet. Die überlieferten Melodien wurden von polnischen und ukrainischen Forschern und Musikliebhabern sorgfältig gesammelt – einige stammen aus den umfangreichen Monografien des Volkskundlers Oskar Kolberg.
Tobias Hoffmann Trio:
Mit originellen und sehr eigenen Interpretationen von Jazz-, Blues und Pop-Klassikern machte sich das Tobias Hoffmann in den letzten Jahren einen Namen. Seit neuestem erhalten auch eigene Kompositionen des Bandleaders Einzug ins Band-Repertoire. Und schärfen so einmal mehr die einzigartige Klangsprache des Ensembles.
Tobias Hoffmanns Gitarrenspiel klingt, als schaue man man durch ein Kaleidoskop auf die Geschichte der elektrischen Gitarre, sieht deren Zusammenhänge, Entwicklungen und Überschneidungen. Frank Schönhofer und Jan Philipp überzeugen als schwer groovendes und gleichzeitig flexibles und kreatives Rhythmusgespann.
Das Trio spielte zahlreiche Club und Festival-Konzerte u.a. beim WDR Jazzfest, den Leipziger Jazztagen, Jazzfest Bonn, INNtöne Festival, Klaeng Festival Köln, Lange Nacht der Musik Köln ,Jazz+ Festival München, Stuttgarter Jazztage, Kim Festival Berlin, Rio Reiser Tribut im Admiralspalast Berlin, Porgy & Bess Wien. Des weiteren gab es Fernseh- und Radio Mitschnitte für den WDR, DLF, BR, RBB und Radio Bremen.(Quelle: Polnisches Institut Düsseldorf/Jazz Schmiede)