"Christoph Wenzel betreibt eine klangstarke Provinz- und Heimatkunde (…) in einem ironischen Ton, der zugleich Wehmut wie Distanz anschlägt", befand die Jury, die ihm für Gedichte aus dem neuen Band „landläufiges lexikon“ den Dresdner Lyrikpreis zuerkannte.
Orte und Landschaften, die der Mensch geprägt hat, die er sich zur Heimat gemacht und gleichzeitig versehrt hat - sie bilden das Terrain der poetischen Geografie von Christoph Wenzel. Zum Beispiel das Ruhrgebiet mit seinem fortdauernden Strukturwandel, die Versuche einer kulturellen Naturierung von Industriebrachen, die im Weltkrieg verwüsteten Gegenden Flanderns. Wenzels Gedichte machen Landstriche historisch durchlässig. (Quelle: Literaturbüro NRW)
Moderation: Michael Serrer