Die Arbeit des griechischen Choreografen Christos Papadopoulos ist benannt nach einem riesigen Eisschelf, das sich entlang der Ostküste der Antarktischen Halbinsel erstreckt.
Benannt ist das riesige Eisgebiet nach einem norwegischen Kapitän, der im Dezember 1893 an dem Schelfeis entlang segelte. Die Bewegungen des Schelfs sind so langsam, dass sie von den menschlichen Sinnen nicht wahrgenommen werden können. Es wirkt auf uns, als sei seine Bewegung von Zeit und Raum absorbiert.
In der Choreografie Larsen C von Christos Papadopoulos stimmen sich die menschlichen Körper in einer traumähnlichen Sequenz auf dieses immerwährende Tempo ein, wobei sie zunehmend so jenseitig erscheinen wie eine Landschaft in einer Polarnacht. Langsam werden die Tänzer*innen im Scheinwerferlicht sichtbar, geraten allmählich in Bewegung und ziehen die Blicke des Publikums in einen kontinuierlich stärker werdenden Sog der Bewegung. Larsen C ist eine feierliche Hommage an die stille Übertragung von Körpern, mit der Papadopoulos zum ersten Mal am tanzhaus nrw zu Gast sein wird. (Quelle: tanzhaus nrw)